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Vietnam

Fehlermeldung

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Überblick

Unsere Einreise

Eines gleich vorneweg: das Visum muss vor der Einreise über Land beantragt und abgeholt werden! Fliegt man in das Land, muss das Visum sozusagen nur vorbestellt und dann am Flughafen "abgeholt" werden. Nicht so auf dem Landweg! Zumindest in den Hauptstädten der benachbarten Länder sollte man die Botschaft aber immer problemlos finden können. Wir haben unser Visum in Bangkok beantragt. Besser man hat für die Bearbeitung bis zu einer Woche Zeit, ansonsten muss man (wie in unserem Fall) für eine Expressbearbeitung noch mal drauflegen.

Die Einreise haben wir uns wohl etwas schwerer gemacht als notwendig. Tatsächlich gibt es von vielerorts direkte Verbindungen im Schlafbus, also mit Betten anstatt Sitzen, bis nach Hanoi, wobei man sich ruhig auf mehr Stunden einstellen sollte, als einem angepriesen wird. Von Tha Khek aus machten wir uns auf die Reise. Uns wurde jedoch gesagt, dass die Direktverbindung nach Hanoi ein ganz normaler Bus sei und bis zu 20 Stunden sitzen wollten wir dann doch nicht. Später in Vietnam trafen wir Reisende, die genau diesen Bus genommen haben und er war wunderbar mit Betten ausgestattet. Nun gut. Wir griffen zu Plan B: nach Vinh zu fahren, die nächst größere vietnamesische Stadt auf dem Weg nach Hanoi. Auch wenn es den ganzen Tag dauert, von dort werden wir bestimmt einen Nachtbus nach Hanoi erwischen. Also morgens in der Frühe auf zum Busbahnhof, wo man leider nur kopfschüttelnd sagt, dass der Bus nicht fährt. Tief durchatmen. Sowas passiert. Da wir wirklich weiter wollen und nicht abzusehen ist, wann der Bus denn wieder fährt, beschließen wir nach Dong Hoi zu fahren, um von dort einen Bus zu erwischen. Routentechnisch macht das überhaupt keinen Sinn, aber wir wollten lieber vorwärts, als stehen zu bleiben. Der Plan ging auf. Es dauerte knapp 10 Stunden bis Dong Hoi, doch dort fanden wir problemlos einen Nachtbus, um nach Hanoi weiterzufahren. Etwa 24 Stunden nach der Abreise in Thakhek kamen wir an.

Auf dieser Route haben wir die Grenze mitten im Niemandsland am Cau Treo Border Pass überschritten. Schaut man das auf der Karte an, macht unsere Route noch weniger Sinn ;) Es verlief alles wunderbar glatt. Während der Busfahrer die Einreise für andere Reisende regelte, wedelten wir einfach mit unserem eingeklebten Visum. Es zeigte uns den richtigen Schalter und dort stempelte man uns problemlos ab. Es liefen jede Menge Geldwechsler herum und auf der Vietnam-Seite gibt es jede Menge Futter-Stände, an denen man auf den Bus warten kann.

Unsere Reiseroute

-> Hanoi -> Song Duong -> Yen Thin -> Sapa -> Than Uyen -> Ngia Lo -> Tanh Son -> Hanoi -> Hoi An -> Dalat -> Mui Ne -> Saigon

<Bild Reiseroute>

Unser Reisezeit

Ende August bis Ende September. Bei einem Blick auf die Klimatabelle realisiert man, dass es sich dabei in Vietnam um die Regenzeit (Low-Saison) handelt. Defenitiv haben wir viel Regen gesehen. Tendenziell im Norden mehr als im Süden. Jedoch bei konstanten Temperaturen über 30°C stellt sich der ein oder andere Regenschauer auch als Erfrischend heraus. In den Bergen im Norden, rund um Sapa, ist es deutlich kühler. Trotzdem ist Vietnam auch in der Regenzeit super bereisbar. Die Reis und Teeplantagen im ganzen Land protzen vor kraftvollem grün. Vorteile einer Nebensaison sind ebenfalls zu vernehmen: günstigere Zimmerpreise, spontan Fortbewegungsmittel sind immer vorhanden, entkommen der grossen Touristen-crowd ist einfacher, uvm.

Lange Rede kurzer Sinn: Auch die Regensaison ist eine tolle Zeit dieses wunderbare Land zu bereisen. 

Unsere Ausgaben

Die Auflistung der Kosten haben wir auf einen anderen Bereich der
Website verlegt. Schaut euch die komplette Excel-Datei an. Hier findet
ihr auch eine detaillierte Ansicht für Vietnam: Welttronauten.de/getready 

Unsere Fortbewegungsmittel

Vietnam bietet ein breites Angebot an Reisemöglichkeiten. Im Vergleich zu den anderen Ländern in Indochina verfügt Vietnam über das Beste und Grösste Zugnetz. Auf der Nord-Süd-Achse ist Vietnam ein riessiges Land. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 30 - 40 km/h auf der Strasse ist die Eisenbahn für lange Übernachtstrecken eine sehr angenehme und tolle Art und Weise sich fortzubewegen.

Reisen per Zug
Die Kosten sind zum Schlafbus vergleichsweise recht hoch, jedoch sind wir als absolute Schlafzugfans der Ansicht der Preis lohnt sich! Keine Schlaglöcher, Bumper oder irre fahrenden Busfahrer rauben dir den Schlaf und ausreichend Platz befindet sich auch noch in den Betten.
Detaillierte Informationen zum Streckennetz befinden sich wie gewohnt auf unserem Lieblingsblog für Zugfahrten: www.seat61.com/
Aktuelle Abfahrtszeiten und Züge im Einsatz befinden sich auf der Seite der Vietnamesischen Eisenbahn: https://vietnam-railway.com/
Wir haben festgestellt, dass die Zugtickets online teurer sind als in Reisebüros, Zugticketschalter oder auch direkt im Hotel sind. Hier vergleichen lohnt sich. 10USD Preisunterscheid beispielsweise von Hanoi nach Hoi An.

Reisen per Bus
Wie alle Süd-Ost-Asiatischen Ländern ist auch Vietnam super mit einem Busnetz angebunden. Mehrmals täglich und sehr günstig kann man sich von allen Orten mit einem Bus fort- und weiterbewegen. Eine sech-stündige Busfahrt von Mui Ne nach Saigon kostet beispielsweise 7 USD. Schlafbusse mit Sitz / Liegeflächen, die in einem 20° Winkel zurückklappbar sind, fahren über Nacht sowie auch am Tag. Die noch in 2011 vorgefundenen Schlafbusse mit horizontalen Betten haben wir leider nicht mehr vorgefunden. Die Liegesitze sind für eine Nacht ok, jedoch stößt man bei Körpergrössen ab 1,70 an das Limit der Sitze. In Embryonalstellung wiegt man sich leicht verkrampft in den Schlaf und verschwindet in den doch recht unruhigen Träumen.
Bustickets werden in 99% der Hotels verkauft. Anderenfalls befinden sich im ganzen Land verteilt Touristenbüros, sodass der Erwerb der Bustickets überhaupt kein Problem darstellt. In der Regel macht es schon Sinn, das Ticket vorher zu kaufen, denn auch die Vietnamesen sind reisefreudig und der Bus ist nicht selten voll. Kommt man früh genug an den Busbahnhof reicht das aber auch.

Reisen mit dem Moped/ Motorrad
Die Vietnamesen sind ein absolutes Zwei-Rad-Volk und machen es den Touristen leicht, sich anzuschließen. Es ist super einfach, ein Moped oder Motorrad zu leihen, von Automatik-Rollern bis kuppeln und schalten ist alles dabei und preislich erschwinglich. Einen Führerschein für Zweiräder will hier keiner sehen und so machen viele später Motorrad-Begeisterte ihre ersten Erfahrungen auf asiatischen Holperwegen. Es macht Spaß, man erreicht plötzlich jeden noch so abgelegenen Ort und man kann ohnehin nicht schnell genug fahren um sich Sorgen zu machen. Wichtigste Verkehrsregel: nach vorne Schauen. Rechts vor links, Reisverschluss, alles Schnickschnack! Jeder schaut nach vorne und stellt sicher, dass er niemandem reinfährt. Das funktioniert sogar ganz gut.

Ausreise

Recht unspäktakulär per Flugzeug von Ho Chi Minh City aka Saigon. Der Flughafen von Saigon its der grösste internationale Flughafen Vietnams. Von hier aus fliegen in den ganzen asiatischen Raum etliche Airlines von und nach Vietnam. Wer nach einem Schnäppchen-Flug Ausschau hällt, sollte in Betracht ziehen von Saigon aus weiterzufliegen, nicht von Hanoi. Wir haben ein super Schnäppchen mit Philippine Airlines über Manila nach Hawaii gemacht. Für uns eine Überraschung, jedoch gibt es in die USA nur wenige Verbindungen (über Peking, Japan, Phillipnes) und Philippenes Airlines haben in Honolulu immer einen Zwischenstopp.
Der Flughafen liegt ca. 30 Minuten von der Innenstadt Ho Chi Minh City entfernt (per Taxi). Kostet ca. 150k-170k Dong/ um die 6€.

Welttronauten empfehlen (ein Paar Highlights)...

Hanoi und Umgebung

  • Die Altstadt ist einfach schön und mit hoher Wahrscheinlichkeit bewegt man sich auch nicht viel außerhalb davon. Wenn es gefühlt auch sehr touristisch ist, sprudeln die Straßen dennoch vor Handel und Genuss. Hier gibt es die meißten Unterkünfte und eben wirklich auch am meißten zu sehen.
  • Motorrad Tour, zum Beispiel in den Bergen Nordvietnams (Nach Sapa und Zurück) Defenitiv ein Highlight unser Reise war eine achttägige Motorradtour in Vietnam. Honda Win 110cc $10, ca. 6 Tage - 8 Tage. Matthias hatte eine ähnlich Tour bereits mit einem Freund in 2010 unternommen. Zur damaligen Zeit gab es noch an jeder Strassenecke 125cc Minsk Motorräder. Diese scheinen im Jahr 2014 sogut wie von den Strassen in Hanoi verschwunden zu sein. Anscheinend gesetzlich sogar verboten - zu hoher Schadstoffausstoss. Gesucht, weil noch immer ein wenig verliebt, haben wir trotzdem und auch noch wenige Händler gefunden. In unserem Fall waren sie entweder in zu schlechtem Zustand oder bereits reserviert. Manche Mechaniker bieten auch Minsk mit modernen Viertaktmotorren an. Nach zweitägiger Suche haben wir es aufgegeben die perfekte Minsk Verleih zu finden und sind zu einer Honda Win 110cc umgestiegen. Diese werden heutzutage wirklich an jeder Ecke zum mieten oder aber auch zum kaufen angeboten. Bei einem Wunsch die Minsk zu fahren, würde ich ggf. im Vorfeld reservieren oder ein paar Tage Puffer einrechnen. Matthias hat die Minsk vom Fahrspass und der Kraft besser in Erinnerung als die Honda Win Maschinen. Für den etwas gehobeneren Geschmack gibt es auch einen Reiseanbieter der Motorradtouren mit "Royal Enfields" anbietet. Leider nur geführt, das heißt man sitzt hinten drauf während jemand für einen fährt. Wir haben sie nicht zum Verleih gesehen.

HoiAn

Die Stadt ist ein Tip in sich. Kolonialbauten schmücken die Altstadt und brachten ihr den Titel "Weltkulturerbe" ein. Hier mietet man sich am besten ein Fahrrad (für zum Beispiel 1$ pro Tag), radelt durch die Gassen im Schachbrett-Format und an Palmen vorbei zum Strand. Einfach genießen und flanieren :)

Ho Chi Minh City

  • Es werden jede Menge eintägige Touren zu den Vietcong Tunneln und ins Delta angeboten, dabei lohnt es sich durchaus zuzuschlagen. Wir haben gehört, dass die Anreise ins Delta sattt angekündigten zwei Stunden, eher vier Stunden dauert, man ist also wirklich den gesamten Tag fast nur im Bus. WIr haben uns die Tunnel angeschaut und das war sehr spannend - wenn auch sehr überlaufen. Trotzdem geben sich die Guides Mühe, einem viele Geschichtchen mitzugeben. Es lohnt sich auch bei anderen Touren zu lauschen, denn jeder legt andere Schwerpunkte. Einer der Tunnel wurde extra für Westler ausgeweitet, sodass man (immer noch völlig klaustrophobisch) eine Idee davon bekommt, wie es sich angefühlt haben muss. Ein einmaliges Tunnelsystem, eine einmalige Erfahrung.
  • Es gibt wirklich jede Menge grandioses Essen in Ho Chi Minh City! Unsere Highlights waren die beinahe tägliche Phó auf der Ecke Pham Ngu Lao und Do Quang Dau, der Futtermarkt in Ben Thanh (wo man ansonsten wunderbar Shoppen kann) oder auch die prächtig vertretene japanische Küche, z.B. Udon Nudeln. Mjami!

No-go list...

  • Ho-Chi-Minh Museum in Saigon. Beinahe alle Schilder auf vietnamesisch. Außerdem gibt es hauptsächlich nur Fotos von Ho Chi Minh zu sehen. Wirklich langweilig, uninformativ und nichtssagend. Schade :/

Wo wir sind...

Zentral & Südamerika
Position Hawaii
zum kompletter Reiseverlauf...

Literatur & Filme

Cambodias Curse von Joel Brinkley [Buch]
Kambodschas Geschichte von Vorgestern bis Heute

Rumour of Spring von Max du Preez
[Buch]
Südafrika nach 20 Jahren Demokratie


Spielball Erde von Claus Kleber: [Buch], [Dokumentation], [IPad-App]
Kampf um knappe Ressourcen

12 Years a slave
[Buch],[Film]
Wahre Geschichte eines entführten und versklavten Amerikaners

Webseiten

Kiten im Paradies bei D&D Kitetravel

Infos über Zugreisen weltweit bei Seat61